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Bürgermeister Thilo Wagner begrüßte die rund 500 Gäste und Gastrednerin Teresa Zukic in der Aurachtalhalle, wo das gute gesellschaftliche Miteinander in der Gemeinde gefeiert wurde.

Positive Stimmung beim Neujahrsempfang

Schwester Teresa Zukic betont das Miteinander – Ehrungen als Wertschätzung für das Ehrenamt

Das Gute, das Beste, das Positive stand beim Neujahrsempfang der Gemeinde Stegaurach einen ganzen Abend lang im Vordergrund. Bürgermeister Thilo Wagner sandte viele „Prosit“ – lat. für „es möge nützen“ – in die voll besetzte Aurachtalhalle. Schwester Teresa Zukic gab den Stegaurachern Tipps, wie man selbst im Miteinander mit anderen heilen kann und bei Ehrungen wurde viel Wertschätzung für das Ehrenamt vermittelt.

Empfangen wurden die rund 500 Gäste in der Stegauracher Aurachtalle von den Bürgermeistern traditionell am Halleneingang - in diesem Jahr sogar mit gleich zwei Schlotfegern und einem von der Gemeinde Stegaurach selbst gebrannten Obstler aus Birnen und Äpfeln aus dem Böttingergarten. Erster Bürgermeister Thilo Wagner prostete in seiner Begrüßung den zahlreich erschienenen Gästen zu und betonte passend zum „Prosit“, wie die vielen Akteure der Gemeinde – Gemeinderäte, Ehrenamtliche, Vereinsvorstände, Feuerwehrmitglieder, Mitarbeiter, Institutionen, Partner, Unternehmen, Ärzte – gemeinsam für ein gedeihliches Miteinander in der Gemeinde Stegaurach sorgen. „Möge es allen Bürgerinnen und Bürgern, möge es der Gemeinde Stegaurach nützen!“, so Bürgermeister Wagner.

20 Jahre Verkehrsweghelfer

Als vorbildliches Beispiel für ehrenamtliches Engagement wurde Gerhard Schwank für seinen über 20-jährigen Dienst als Verkehrsweghelfer in Unteraurach geehrt. Verkehrserzieherin Tanja Düring sprach die Laudatio für den engagierten Vater und Großvater, der in seinem Ehrenamt so vielen Kindern und Jugendlichen beim Warten und Einsteigen in den Bus sowie beim Überqueren der Straße in Unteraurach geholfen hat. „Wir brauchen solche Menschen wie Sie“, so Polizistin Düring. Dem herzlichen Dank der Verkehrserzieherin schlossen sich Erster Bürgermeister Thilo Wagner, Zweiter Bürgermeister Bernd Fricke und Dritter Bürgermeister Werner Waßmann gerne an. Mit einer Urkunde und Geschenken von der Gemeinde Stegaurach wurde das langjährige Ehrenamt von Gerhard Schwank wertgeschätzt.

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Gerhard Schwank (Mitte) wurde für seinen 20-jährigen Dienst als Verkehrsweghelfer geehrt. Es gratulierten Erster Bürgermeister Thilo Wagner (2.v.l.), Zweiter Bürgermeister Bernd Fricke (l.), Dritter Bürgermeister Werner Waßmann (r.) und Verkehrserzieherin Tanja Düring. Foto: Heinrich Hoffmann
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Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz Thorsten Glauber betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des Ehrenamtes. Foto: Heinrich Hoffmann

Das Beste für Stegaurach

Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz Thorsten Glauber stieß mit seinem Grußwort in das gleiche Horn. „Wir dürfen nicht erwarten, dass immer jemand anderes alles für einen richtet, auch nicht die Politik“, war sein Aufruf zu Eigeninitiative und zum Ehrenamt, dessen hohen Wert er betonte. Die Bürger könnten sicher sein, dass die Politiker und Gemeinderäte stets das Beste für Stegaurach wollen. „Sie stehen 24/7 in Verantwortung, damit es den Bürgern besser geht“, so Glauber. Diese gute Botschaft sollten die Gäste auch verbreiten: „Dann wird 2026 ein gutes erfolgreiches Jahr!“

Immer ein offenes Ohr

Passend zu diesen Worten wurden anschließend die Stegauracher Gemeinderäte für ihre Arbeit in der ablaufenden Legislaturperiode geehrt. Bürgermeister Thilo Wagner bedankte sich bei den Räten und seinen Bürgermeisterkollegen Bernd Fricke und Werner Waßmann für insgesamt fast 300 Sitzungen und viele einstimmig gefasste Beschlüsse. Mit Fleecejacken mit Gemeinde-Logo könnten die Räte die Gemeinde nun im Herzen und auch darauf tragen. Ebenfalls mit viel Applaus bedacht und herzlich bedankt wurden die Beauftragten der Gemeinde, die ebenfalls „immer ein offenes Ohr für die Bürgerinnen und Bürger haben“, berichtete Wagner über Seniorenbeauftragte Ingeborg Lotze, Jugendbeauftragten Bernd Reichelt und Behindertenbeauftragten Harald Winkler.

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Rund 300 Sitzungen hat der scheidende Gemeinderat von Stegaurach in der ablaufenden Legislaturperiode bewältigt. Zum Dank für die politische Arbeit und Verantwortung gab es Fleecejacken mit dem Gemeinde-Logo.
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Auch die Beauftragten der Gemeinde Stegaurach erhielten Dank und Wertschätzung für ihr Amt: Seniorenbeauftragte Ingeborg Lotze (2.v.r.), Jugendbeauftragter Bernd Reichelt (r.) und Behindertenbeauftragter Harald Winkler (2.v.l.).

„Ab heute kränkt mich keiner mehr“

Ein Höhepunkt des Abends war der Vortrag von Ordensschwester Teresa Zukic von der Kleinen Kommunität der Geschwister Jesu, die ihren Vortrag „Jeder ist normal, bis Du ihn kennst“ mit viel Inspiration und Humor hielt. Der Applaus und die Lacher der Stegauracher waren ihr sicher. Schwester Teresa gab gekonnt ihre Erkenntnis, warum Menschen einander verletzen, an das Publikum weiter. Vor allem aber ihr Rezept, damit umzugehen und ihren Entschluss „Ab heute kränkt mich keiner mehr“. Dass es dabei vor allem auf die eigene Bewertung von Situationen ankommt, das „ABC der Gefühle“ helfen kann und manchmal ein Gedankenstopp wichtig und hilfreich ist, waren einige der Lektionen für die Zuhörer. Ganz im Flow des Abends betonte die 61-Jährige: „Positive Gedanken führen zu positiven Gedanken, negative Gedanken führen zu negativen Gedanken!“ Man könne manche Menschen nicht ändern, aber man könne selbst heilen und anderen verweigern, Macht über einen selbst zu haben. „Ich fürchte mich nicht mehr weder vor Putin noch vor Trump(el)“, so Zukic. Das Rezept, öfter mal zu lächeln und einander 9 Sekunden zu umarmen, gab die Ordensschwester dem Publikum obendrein mit auf den Heimweg. Und wenn sich Fremde dann wunderten, hieß Zukics humorig-weise Antwortoption: „Wir sind aus Stegaurach!“

Dieses gute Gemeinschaftsgefühl nahmen die Bürgerinnen und Bürger beim Neujahrsempfang der Gemeinde Stegaurach anschließend auch mit zum Get together bei Schnitzelsandwich aus der Dorfküche, Musik von Summer, Nick, Drake & friends und Getränken – ausgeschenkt von Helfern der Feuerwehr Stegaurach. Den offiziellen Teil der Veranstaltung hat der Musikverein Mühlendorf gestaltet, dem das Publikum gerne mehr ungestörte Aufmerksamkeit hätte schenken dürfen. Gemeindearchivar Christian Chandon stand den Gästen zum Austausch über die Historie der Gemeinde an zwei mit spannenden Fundstücken aus dem Archiv bestückten Pinnwänden zum Austausch zur Verfügung.

„Mehr Skateboardfahrer, weniger Trittbrettfahrer“

Burgebrachs Bürgermeister und stellvertretender Landrat Johannes Maciejonczyk sprach abschließende Grußworte und wünschte sich in Anspielung auf Schwester Teresa und ihren Vortrag für Stegaurach und Landkreis „mehr Skateboardfahrer und weniger Trittbrettfahrer in der Gesellschaft“. Gerhard Schwank stehe exemplarisch für ein vorbildliches gesellschaftliches Miteinander, das sich die Gemeinde Stegaurach mit viel Wertschätzung für das Ehrenamt auch in Zukunft erhalten möge, so Maciejonczyk.

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Schwester Teresa Zukic hielt ihren viel umjubelten Vortrag „Jeder ist normal, bis Du ihn kennst“.
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Burgebrachs Bürgermeister und stellvertretender Landrat Johannes Maciejonczyk wünschte sich „mehr Skateboardfahrer und weniger Trittbrettfahrer in der Gesellschaft“. Foto: Heinrich Hoffmann