Glasfaserausbau in Stegaurach soll kommen

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In der vorletzten Gemeinderatssitzung informierte sich das Stegauracher Gremium über mögliche Strategien zum Glasfaserausbau im Gemeindegebiet. „Die Gemeinde Stegaurach hat die Bedeutung der Glasfasernetze für die eigene Zukunft erkannt und strebt einen zügigen Ausbau „Glasfaser in jedes Haus“ an, berichtet Erster Bürgermeister Thilo Wagner vom gefassten Grundsatzbeschluss.

Dipl.-Ing. Siegbert Reuter von NetConsulting in Bad Staffelstein zeigte den Gemeinderäten die möglichen Strategien für den Glasfaserausbau auf. Für Anfang 2020 werde die Gigabitförderrichtlinie der Bayerischen Staatsregierung erwartet. Diese fördere entweder den Bau eines Providernetzes (Wirtschaftlichkeitslückenmodell) oder eines kommunalen Netzes (Betreibermodell) in förderfähigen Gebieten. Ziel der Bayerischen Staatsregierung ist laut dem Entwurf einer Gigabitförderrichtlinie eine gigabitfähige Infrastruktur in ganz Bayern bis 2025 aufzubauen. Der Bund plane ein vergleichbares Förderprogramm. Konkrete Förderhöchstsätze, -quoten und -zyklen sind noch nicht bekannt.

Die Gemeinde Stegaurach entschied sich nach den vorhandenen Informationen für das Betreibermodell als wirtschaftlichere und aktivere, d.h. voraussichtlich schnellere Alternative gegenüber dem Ausbau eines Providernetzes. „Wir werden den Aufbau eines kommunalen, flächendeckenden Glasfasernetzes vorbereiten und vorantreiben“, so Bürgermeister Wagner. Für zuverlässige Gigabitbandbreiten sei „Glasfaser bis ins Gebäude“ unverzichtbar.

Die geschätzten Kosten für den Glasfaserausbau in Stegaurach belaufen sich auf 13,3 Mio. Euro. Auf die Gemeinde kämen laut der Schätzung in den nächsten zehn Jahren Kosten in Höhe von 9,6 Mio. Euro zu.

Nun wird eine optimale Ausbaureihenfolge festgelegt. Alle konkreten Ausbauentscheidungen und Förderanträge werden erneut vom Gemeinderat beschlossen.