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Walsdorf als geschichtsträchtiger und zentraler Ort im Aurachgrund
hat eine vielschichtige Infrastruktur und bietet vielen Einwohnern
in Handwerksbetrieben auch Arbeitsplätze vor Ort. Die klassischen
Betriebe der Grundversorgung wie Bäckerei und Metzgerei gehören
ebenso wie ein gut sortierter Einkaufsmarkt zum Ortsbild. Arzt,
Zahnarzt und Altenheim stellen einen weiteren Lebensbereich der
Menschen vor Ort sicher.
Trotz der rasanten Entwicklung, besonders im Bereich der Kinder und Jugendlichen - es besuchen z.Zt. mehr als 100 Kinder die beiden Walsdorfer Kindergärten und an die 200 Schüler die Grund- und Teilhauptschule in Walsdorf - hat sich Walsdorf noch einen Teil des dörflichen Wesens bewahrt. Der überregional bekannte "Walsdorfer Bauernmarkt"
zieht jedes Jahr Tausende von Besuchern an. Mit den Kulturangeboten
von mehr als 20 Walsdorfer Vereinen ist für die Bürger ein
reichhaltiges Dorfleben geboten. Gemeinschaftssinn wird beim
jährlich veranstalteten "Walsdorfer Umwelttag" auch heute
noch großgeschrieben. Ein ehrenamtlich organisiertes
Ferienprogramm, Mittagsbetreuung an der Schule und gut
funktionierende Eltern-Kind-Gruppen sind Ausdruck eines engagierten
Bürgersinns. Seit März 2006 ist die Gemeinde um eine Sehenswürdigkeit reicher geworden: Ein rund 20 Hektar großes Gebiet im Tal der Aurach zwischen den Gemeindeteilen Walsdorf und Zettelsdorf wurde von einer ganzjährig frei lebenden Herde von Heckrindern im Rahmen eines Arten- und Biotopschutzprojekts in Besitz genommen. Das Tal der Aurachochsen ist seither in aller Munde und eine vielbestaunte, weithin einzigartige Attraktion, über die auch in den Medien wiederholt schon berichtet worden ist.
Walsdorf hat sich durch die Vielfalt von Lebens- und Arbeitsbedingungen seine Attraktivität als Wohngemeinde erhalten. Das dem Kleinzentrum Stegaurach benachbarte Walsdorf fällt -
hinsichtlich der historischen Bausubstanz - neben seinen teilweise sehr schön
restaurierten Fachwerkhäusern durch den wuchtigen Turm
seiner Pfarrkirche auf. Im Chor präsentiert sich eine spätgotische
Muttergottes mit fröhlichem Kind, zu der die Katholiken aus der
Umgebung, insbesondere aus den Orten Trunstadt, Viereth, Bischberg,
Dankenfeld, Priesendorf, Neuhausen, Lisberg, Schönbrunn und
Burgebrach auch nach der Reformation und noch um die Jahrhundertende
wallfahrten. In der Nähe des Hetzentännig stand ehemals der Galgen der Zent Hoheneich. Die Steine der Galgenpfeiler wurden 1855 zu Wegbauten benutzt. Von dem ehemaligen Wasserschloß gibt es leider nur noch wenige Reste. Von der Synagoge (1723) zeugen Reste, Rundbogenfenster und Thora-Nische, alles übrige wurde vernichtet. Sehr alt ist der Walsdorfer Judenfriedhof, der wie die meisten jüdische Friedhöfe sich auf einem Hügel im Westen der Gemeinde befindet. Von der Mitte des 17. Jahrhunderts an wurden auch die Bamberger Juden- die vordem in Zeckendorf beigesetzt wurden - in Walsdorf beerdigt. Ein weiterer Judenfriedhof befindet sich in Lisberg für die Israeliten aus Lisberg und Trabelsdorf. Im Walsdorfer Judenfriedhof, der nach Schändung im Dritten Reich heute verdiente Pflege erfährt, ist eine große Zahl an Landesrabbinern beerdigt. Erst nach rund 400 Jahren erwarb die Bamberger Judengemeinde einen eigenen Friedhof in Bamberg, der 1851 übergeben wurde.
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Letztes Update: 18.08.2011 |
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